Beiträge

Am Mittwoch, den 6. November wurde endlich mit der Beräumung des Pariser Platzes begonnen. Diese Maßnahme hatten wir als Verein schon vor mehren Jahren beim Grünflächenamt eingefordert. Damals wurde uns dies als Ausgleichsmaßnahme für andere Bauvorhaben im Bezirk Pankow zugesagt. Ziel war es, die durch die Ruine entstandene Gefahrenstelle zu beseitigen und den Platz zu verschönern. Zu diesen Thema hatten wir Euch Mitglieder im September 2016 befragt.

Zur Erinnerung: Im September 2016 hatten wir gemeinsam als Verein mit Unterstützung der Bürgerstiftung Karow und Johannes Kraft den Pariser beräumt. Entstanden war die Idee bei unserem Gespräch mit Johannes Kraft in unserem Vereinshaus im April 2016. Anschließend wurde mit dem Bezirksamt Pankow vereinbart, die Gefahrenstelle schrittweise zu beseitigen.

Nach mittlerweile drei Jahren ist dies nun geschehen. In der Zwischenzeit haben wir durch ein Absperrband auf die Gefahrenstelle hingewiesen. Nun bleibt nur noch abzuwarten, wann die frei gewordene Fläche begrünt wird. Auf Nachfrage bestätigte uns das Grünflächenamt Pankow, dass der Senat plane, eine Wiese aus gebietsheimischen Arten anzulegen. Außerdem wurde aufgrund unserer Nachfrage veranlasst, dass das Pflegerevier des Amtes die Lage noch einmal genauer prüft. Für uns zeigt sich trotz der langen Verfahrensdauer, dass beharrliches Engagement, häufiges Nachfragen sowie Eigeninitiative und Geduld sich letztlich lohnen.

Um den Anforderungen der wachsenden Stadt gerecht zu werden, hat das Bezirksamt Pankow und die Bezirksverordnetenversammlung Pankow beschlossen, einen Rahmenplan für Karow zu erstellen. Ein Rahmenplan ermittelt Potentiale und gibt Empfehlungen, wie in der Region gebaut und die Infrastruktur entwickelt werden sollte. Wird er vom Bezirksamt oder der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, so erhält er eine rechtlich bindende Wirkung.

Die Erstellung des Rahmenplans Karow wird von einem Beirat begleitet, dem auch Anwohner und örtliche Vereine angehören. Diese wurden aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt. Auch wir als Stadtrandsiedlung Kappgraben e. V. hatten uns für eine Teilnahme im Beirat beworben. Leider wurde unsere Bewerbung vom Bezirk nicht angenommen.

Die im Beirat vertretenen Anwohner zeigen sich nun stark über das Ergebnis der Rahmenplanung besorgt. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Rahmenplanung „kein akzeptables und umfassendes Ergebnis erzielt.“ Auch wir, der Vorstand der Stadtrandsiedlung Kappgraben e. V. teilen diese Sorge ausdrücklich. In unserem Engagement haben wir in der Vergangenheit wiederholt und nachdrücklich auf die katastrophale Verkehrslage in Karow hingewiesen. Auch wir können nicht erkennen, dass diese Problematik in den Planungen ausreichend beantwortet wird.

Die im Beirat vertretenen Anwohner haben daher einen Antrag geschrieben. Sie fordern, dass Karow noch vor Baubeginn leistungsfähig durch den öffentlichen Personennahverkehr und durch den Autoverkehr erschlossen wird. Sie fordern, dass auch das Schichtenwasserproblem in Karow noch vor Baubeginn gelöst wird. Darüber hinaus fordern sie eine klare Geschossbegrenzung für Neubauten. Wir, die Stadtrandsiedlung Kappgraben e. V. unterstützen diesen Antrag ausdrücklich.

Wenn mindestens 1000 Unterschriften für den Einwohnerantrag gesammelt werden können, dann muss die Bezirksverordnetenversammlung von Pankow den Antrag behandeln und darüber abstimmen. Eine Unterschrift für den Antrag geben kann jede Person, die im Bezirk Pankow wohnt und über 16 Jahre alt ist.

Wir bitten Euch, liebe Mitglieder und Nachbarn, diesen Antrag zu unterstützen und auch Eure Unterschrift zu geben. Unterschriftenlisten liegen aus beim Schuhmacher André Reikowski in der Achillesstraße 67 und in der Birken Apotheke in der Bahnhofstraße 17A, sowie selbstverständlich bei uns im Vereinshaus Nerthusstube im Nerthusweg 46/48. Lasst uns uns alle – Bürger, Initiativen und Vereine – gemeinsam für unser Karow engagieren.

Amtliche Informationen zum Rahmenplan Karow seitens des Bezirksamtes von Pankow gibt es hier:
https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/stadtplanung/verbindliche-bauleitplanung/artikel.757978.php

Den Einwohnerantrag im Wortlaut mit Begründung und einer vorgedruckten Unterschriftenliste gibt es unter anderem auf unserer Internetseite unter diesem Link:
https://www.kappgraben.de/wp-content/uploads/2019/06/Einwohnerantrag_Rahmenplan_Karow.pdf


Im vergangenen Jahr wurden aufgrund des Autobahnumbaus auch die Durchlässe für den Kappgraben erneuert. Leider kam es daraufhin immer wieder zu einem Rückstau des Kappgrabens, der durch Verstopfungen am Durchlass verursacht wurden. Um dieses Problem zu besprechen, trafen sich der Vorstand, einige betroffene Vereinsmitglieder und ein Vertreter der BBB Management GmbH des Campus Berlin-Buch mit dem Zuständigen im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt agierenden Bauingenieursbüro Richter am vergangenem Mittwoch zu einem Ortstermin.

Gemeinsam konnten einige Probleme identifiziert und mögliche Lösungsansätze gefunden werden. Die zuständige Verwaltung wird nun darüber beraten. Festgestellt wurde aber auch, dass zur fachgerechten Pflege des Kappgrabens die Flächen daneben frei sein müssen. Daher möchten wir hier noch einmal ausdrücklich anmerken, dass die Flächen außerhalb der Grundstücke freizuhalten sind und auch keine Gartenabfälle oder Baumschnitt dort gelagert werden dürfen.

Wir freuen uns, einige gemeinsame Problemlösungsansätze gefunden zu haben und es freut uns auch, dass der Campus Berlin-Buch uns bei diesem Anliegen in nachbarschaftlicher Solidarität mit Expertise unterstützt hat. Es bleibt jedoch abzuwarten, wann und in welcher Form die konkreten Maßnahmen umgesetzt werden.

Liebe Mitglieder und Nachbarn,

vielleicht hat der ein oder andere auch den Artikel „Verbotsschilder kommen – Bucher Chaussee immer wieder zugemüllt“ in der Weißenseer Ausgabe der Berliner Woche vom 29. Juli gelesen. Darin wird über die massive Verschmutzung durch das Ablegen von Müll und Abfällen in Säcken an der Chaussee und auf Freiflächen am Rand unserer Siedlung berichtet. Leider ist davon auszugehen, dass dies durch Anwohner geschieht.

Sind wir solche Schmutzfinken?

Solches Verhalten verschandelt unsere Siedlung und belastet unmittelbare Nachbarn, die den Müll zum Teil in ihrer Freizeit in Eigenleistung entsorgen. Wir wollen und können diesen Ruf und Zustand nicht auf uns sitzen lassen und fordern daher dazu auf, Müll und Abfälle nicht illegal an den Straßenrand zu legen, sondern ihn an den entsprechenden Entsorgungsstellen zu entsorgen.

Dazu können zum Beispiel der Entsorgungshof der BSR in der Asgardstraße 3 (verlängerte Romain-Rolland-Straße), 13089 Berlin oder der Recyclinghof Otto-Rüdiger-Schulze in der Blankenburger Str. 18-28, 13089 Berlin genutzt werden. Vielleicht ist es nach Absprache unter Nachbarn auch möglich den Müll gesammelt wegzufahren.

Mit freundlichen Grüßen
Euer Vorstand